Ololiuhqui (Rivea Corymbosa)
Ololiuhqui (Rivea corymbosa) — Samen sind in Packungen zu 1 g (ca. 40 Samen) und 5 g (ca. 200 Samen) erhältlich. Mesoamerikanische Kletterpflanze aus der Familie Convolvulaceae, mit einer der am besten dokumentierten ethnobotanischen Verläufe in Mexiko und Mittelamerika. Ihre Samen enthalten LSA (Lysergsäureamid), ein in der wissenschaftlichen Literatur dokumentiertes ergolinisches Alkaloid. Botanisches Sammlermaterial und ethnobotanische Forschung.
Was ist Ololiuhqui
Ololiuhqui ist der nahuatl Begriff für Rivea corymbosa (syn. Turbina corymbosa), eine mehrjährige Kletterpflanze aus der Familie Convolvulaceae — derselben Familie wie die Hawaiian Baby Woodrose (Argyreia nervosa) und die Trichternarzisse (Ipomoea tricolor). Sie stammt aus Mexiko und Mittelamerika, wo sie natürlich in feuchten tropischen und subtropischen Wäldern wächst.
Ihre Samen enthalten LSA (Lysergsäureamid), ein in der wissenschaftlichen Literatur dokumentiertes ergolinisches Alkaloid. Das Vorkommen von LSA in den Samen von Rivea corymbosa wurde erstmals 1960 vom Chemiker Albert Hofmann identifiziert und veröffentlicht — dem gleichen Forscher, der das Psilocybin aus Psilocybe mexicana isolierte und LSD entdeckte — in Zusammenarbeit mit dem Ethnobotaniker R. Gordon Wasson.
Botanische Beschreibung
Rivea corymbosa ist eine kräftig wachsende Kletterpflanze mit windenden Stängeln, die mehrere Meter lang werden können. Sie hat herzförmige, glänzend grüne Blätter und trompetenförmige, weiße Blüten, die in Dolden angeordnet sind — daher der spezifische Name — und zwischen Sommer und Herbst blühen. Ihre Früchte sind eiförmige Kapseln, die ein einzelnes, hellbraunes, relativ kleines Samenkorn enthalten, im Vergleich zu anderen Arten der Familie.
Ein Gramm Samen entspricht ungefähr 40 Samen; ein Paket mit 5 g enthält ungefähr 200 Samen.
Ethnobotanischer Kontext
Ololiuhqui ist eine der am besten dokumentierten enteogenen Pflanzen Mesoamerikas. Ihre Verwendung in zeremoniellen und divinatorischen Kontexten durch die Nahua- und Zapoteken in Mexiko ist in kolonialen Quellen des 16. Jahrhunderts dokumentiert, einschließlich der Schriften des Franziskanermönchs Bernardino de Sahagún in seiner Historia general de las cosas de Nueva España, wo er die Verwendung in divinatorischen Praktiken und Heiritualen beschreibt.
Über Jahrhunderte war die chemische Natur von Ololiuhqui der westlichen Wissenschaft unbekannt. 1941 identifizierte der Ethnobotaniker Richard Evans Schultes die Pflanze botanisch korrekt als Rivea corymbosa, indem er frühere fehlerhafte Identifikationen korrigierte. Zwei Jahrzehnte später, 1960, identifizierte Albert Hofmann das LSA (Lysergsäureamid) als das Hauptalkaloid in den Samen, eine überraschende Entdeckung aufgrund der strukturellen Nähe von LSA zu LSD — einem synthetischen Alkaloid — in einer Pflanze mit jahrtausendelanger traditioneller Verwendung.
Der Ethnomykologe R. Gordon Wasson dokumentierte die Verwendung von Ololiuhqui ausführlich in seinem Werk Ololiuhqui und den anderen Halluzinogenen Mexikos (1971), das weiterhin eine grundlegende Referenz in der mesoamerikanischen Ethnobotanik bleibt.
Format und Präsentation
Die Samen von Ololiuhqui sind in zwei Formaten erhältlich:
- 1 g — ungefähr 40 Samen
- 5 g — ungefähr 200 Samen
Aufbewahrung
An einem kühlen, trockenen Ort und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt aufbewahren, in einem gut verschlossenen Behälter. Unter diesen Bedingungen behalten die Samen ihre Keimfähigkeit und Stabilität über einen längeren Zeitraum.
Rechtliche Aspekte
Die Samen von Rivea corymbosa sind in Spanien und den meisten Ländern der Europäischen Union nicht in den Listen der kontrollierten Substanzen aufgeführt. Allerdings kann die rechtliche Situation je nach Gerichtsbarkeit variieren, insbesondere bezüglich ihres LSA-Gehaltes. Es liegt in der Verantwortung des Käufers, sich über die geltenden Bestimmungen an seinem Wohnort zu informieren, bevor er eine Bestellung aufgibt.
Dieses Produkt wird ausschließlich als Botanisches Sammlermaterial und ethnobotanische Forschung verkauft.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Ololiuhqui?
Ololiuhqui ist ein nahuatl Wort, das ungefähr "rundes Ding" oder "runde Samen" bedeutet und sich auf die Morphologie der Samen der Pflanze bezieht. Es war der Name, mit dem die Nahua-Völker Mexikos diese Pflanze in kolonialen Texten des 16. Jahrhunderts bezeichneten.
Welche Beziehung besteht zur Hawaiian Baby Woodrose und zur Trichternarzisse?
Alle drei gehören zur Familie Convolvulaceae und enthalten ergolinische Alkaloide — hauptsächlich LSA — in ihren Samen. Rivea corymbosa hat einen bemerkenswert niedrigeren LSA-Gehalt als Argyreia nervosa (Hawaiian Baby Woodrose). Alle drei Pflanzen haben dokumentierte ethnobotanische Verläufe in verschiedenen Regionen der Welt.
Wer war R. Gordon Wasson und welcher Zusammenhang besteht mit Ololiuhqui?
R. Gordon Wasson war ein ethnomykologischer Forscher und amerikanischer Bankier, dessen Forschungen über die Verwendung von Pflanzen und Pilzen in den mesoamerikanischen Traditionen eine grundlegende Referenz in der modernen Ethnobotanik darstellen. Sein Werk Ololiuhqui und die anderen Halluzinogenen Mexikos (1971) ist eines der meistzitierten akademischen Dokumente über die traditionelle Verwendung dieser Pflanze.
In welchen Formaten sind die Samen erhältlich?
In Packungen zu 1 g (ca. 40 Samen) und 5 g (ca. 200 Samen).
Ist der Kauf von Ololiuhqui-Samen in Spanien legal?
Die Samen von Rivea corymbosa sind in Spanien und den meisten Ländern der Europäischen Union nicht in den Listen der kontrollierten Substanzen aufgeführt. Es wird empfohlen, die örtlichen Vorschriften vor dem Kauf zu überprüfen.
